| Askja,
Viti und Öskjuvatn |
| Trotz der eisigen Kälte wollen wir
uns heute die Askja anschauen. Von der Hütte führt
der Weg nur wenige Kilometer zum Parkplatz, an dem ein drei
Kilometer langer Fußweg zum Viti-Krater und dem tiefsten
See Islands, dem Öskjuvatn beginnt. |
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Der Fußweg
mit Blick auf den Dyngjujökull, einen Ausläufer
des Vatnajökull, schlängelt sich über
sandigen Boden aus schwarzer und roter Lava. |
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| Der Dyngjufjöll besteht aus vielen Bergen,
die die Caldera Askja umgeben. Die Gipfel erheben sich bis
zu 700 m über die Umgebung. 1875 entstand bei einem Ausbruch
der Viti-Krater. Ascheniederschlag
bedeckte dabei das Land östlich
der Askja und der anhaltende Westwind trug die Asche bis nach
Schweden. Nach der Eruption brach die Caldera ein und der See Öskjuvatn
entstand. Er ist mit 220 m der tiefste See Islands. |
| In der Nähe
des Kraterrands mahnt ein Schild: "Abstieg
auf eigene Gefahr". Unten stinkt es penetrant nach
faulen Eiern und wir beschließen auf das Bad im
20°C
warmen Wasser zu verzichten. |
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Kratersee "Viti"
vor dem Öskjuvatn |
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Aus den Wänden des Kraters steigt schwefliger
Dampf auf und bildet gelbliche Ablagerungen. Die
warme Oberfläche und das bedrohliche Zischen rufen nachdrücklich
die Aktivität des Gebietes ins Gedächtnis. Der
Vulkan könnte sich jederzeit zu einem weiteren Ausbruch
entschließen...
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| Vorbei
am Herdubreid zum Dettifoss und nach Asbyrgi |
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Unser nächstes
Ziel ist der Dettifoss, den wir über die F88
erreichen wollen. Die Piste verläuft in Sichtweite
des Herdubreid, der "Königin der Berge" mit
einer Höhe
von 1682 Meter. |
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| Herdubreid (1682 m) |
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| Die F88 zieht sich anfangs
durch weite Sandflächen und später um hohe
Lavastufen, ist aber gut fahrbar. Ein handgemaltes
Schild vor dem Fluss vor uns beschreibt, wie die Furt
zu fahren ist.
"Goldig" denken wir noch und fahren amüsiert
in den Fluss. Das Lachen vergeht uns jedoch schnell,
als das Wasser zum ersten Mal in diesem Urlaub bis über
die Motorhaube läuft. Mit der Zeit wird man wohl
etwas leichtsinnig. Je weiter der Weg nach Norden führt,
desto übler
wird die Piste, bis schließlich ein Waschbrett-Belag
die Fahrt zur Qual macht. Drei Stunden später
liegen die Nerven blank - dieses Gerüttel kann
doch weder Mensch noch Material unbeschadet überstehen. |
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Tortur für
Fahrer und Fahrwerk |
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Endlich wieder auf der Ringstraße
schwebt das Auto dem Dettifoss entgegen. Ohne die fehlenden
Quietschgeräusche
klingt der Landy irgendwie seltsam, aber wir werden uns
schon wieder daran gewöhnen.
Der Dettifoss beeindruckt nicht nur durch seine enorme
Größe:
Tosend stürzt
das durch Sedimente grau gefärbte
Wasser 44 Meter in die Tiefe. Schon von weitem ist die
Gischtwolke zu sehen, die das grüne Moos der Schluchtwände
tränkt. |
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| Dettifoss
- Europas mächtigster Wasserfall |
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